Grundlagen der Kinder-, Jugend- und Familiendiagnostik

Fachbereich I
Grundlagen der Kinder-, Jugend- und Familiendiagnostik

In diesem Grundlagenmodul wird aufbauend auf Kenntnissen der adäquaten Durchführung einer Klinisch-Psychologischen Diagnostik die Spezifik der Diagnostik und Befundung im Kinder-, Jugend- und Familienbereich dargestellt.

Von besonderer Bedeutung sind dabei:

  • Das Kooperative Herangehen in der Diagnostik von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien (vgl. Schönberger, Jetter & Praschak, 1999).
  • Orientierung auf das Herausfinden der Stärken von Kindern und Jugendlichen und nicht nur deren Defizite und Schwächen.
  • Entwicklung einer Handlungsorientierung im Kinder- und Jugendbereich.

Im Besonderen soll herausgearbeitet werden, wie Kindern und Jugendlichen in der Diagnostik adäquat begegnet werden kann. Modelle kindgerechter Gesprächsführung werden erarbeitet. Ein weiterer Fokus wird auf die elterlichen Kompetenzen, die Dynamik der Eltern-Kind-Beziehung, sowie die dazugehörigen Prozesse im Rahmen der Diagnostik, gelegt. Dazu gehört auch ein Kapitel über die Wichtigkeit von multidimensionalen Kooperationen für den diagnostischen Prozess, d.h. die Bedeutung der Zusammenarbeit von verschiedenen Berufsgruppen wie u.a. MedizinerInnen, Kinder- und JugendpsychiaterInnen, ErgotherapeutInnen, LogopädInnen und PädagogInnen.

Das Ablaufschema der Klinisch-Psychologischen Diagnostik im Kinder-, Jugend- und Familienbereich wird erarbeitet, sowie der Einsatz grundlegender Verfahren diskutiert. Spezialdiagnostiken werden dann beim jeweiligen Störungsbild erläutert, soweit erforderlich. Im Modul kann der Einstieg in die Kinder-, Jugend- und Familienpsychologische Diagnostik praktisch erprobt werden. Fallbeispiele der TeilnehmerInnen sind sehr willkommen.

Im Block “Fachbereich I” zieht sich die Auffassung durch, dass Diagnostik ein dynamischer Prozess ist.  Klinisch-Psychologische Diagnostik ist gerade im Kinder-, Jugend- und Familienbereich keine statische Aufnahme der Ausprägung möglicher Konstrukte, sondern ein kooperativer Prozess und beschreibt an sich einen Verlaufsprozess von Entwicklungen und deren mögliche Veränderung durch Behandlung.

Diese Veranstaltung ist Teil des Weiterbildungscurriculums Kinder-, Jugend- und Familienpsychologie der Akademie für Kind, Jugend und Familie. Eine Übersicht des Curriculums und der Fachbereiche finden Sie hier.

Philip Streit ist Klinischer und Gesundheitspsychologe, Psychotherapeut (SF) und Supervisor.
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