Herausforderungen ASS und AD(H)S

Fachbereich II
Herausforderung ASS und AD(H)S

Kaum andere Störungsbilder werden häufiger im Kinder- und Jugendbereich diskutiert als die Autismusspektrumsstörung (ASS) und das AD(H)S.

In diesem Modul werden einerseits die Entwicklung der Störungsbilder Tiefgreifende Entwicklungsstörung Autismus, Frühkindlicher Autismus, Asperger Syndrom, bis hin zur Autismusspektrumsstörung (DSM 5, ICD 11) beschrieben. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die sorgfältige Beschreibung der Diagnostik der ASS inkl. Differenzialdiagnostiken und Komorbiditäten gelegt. Die verschiedenen Behandlungsansätze werden dargestellt (vgl. Davidson & Begley, 2016), wobei auch auf die Bedeutung möglicher komplexer neurobiologischer Determinanten, sowie auf das mögliche grundlegende psychologische Bedürfnis des autistischen Kindes („Führe mich in die Autonomie und liebe mich so wie ich bin“) eingegangen wird.

Im Bereich AD(H)S wird zunächst auf die Teilbereiche, wie Aufmerksamkeit, Impulsivität, Bewegungsunruhe u.s.w. eingegangen. Anschließend werden die Kriterien herausgearbeitet, wann AD(H)S überhaupt zu diagnostizieren ist und welche Differenzialdiagnostiken zu berücksichtigen sind. Dazu werden die wichtigsten neurobiologischen Hypothesen dargestellt. Klinisch-Psychologische Behandlungsansätze insbesondere nach Döpfner (vgl. Döpfner, Schürmann & Frölich, 2002) und der psycho-motorische Ansatz (Balgo, 1998), werden ebenso wie psychoedukative, sozialpädagogische, medikamentöse Maßnahmen und spezielle Elterntrainings besprochen. Fallvignetten vertiefen das Verständnis.

Diese Veranstaltung ist Teil des Weiterbildungscurriculums Kinder-, Jugend- und Familienpsychologie der Akademie für Kind, Jugend und Familie. Eine Übersicht des Curriculums und der Fachbereiche finden Sie hier.

Philip Streit ist Klinischer und Gesundheitspsychologe, Psychotherapeut (SF) und Supervisor.
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Anrechenbar als facheinschlägige Fortbildung (16 Einheiten á 45 min).

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