Spezifika der Klinisch-Psychologischen Behandlung von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien

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Die Behandlung von Kindern, Jugendlichen und ihren Familiensystemen braucht die Fertigkeit eben diesen zu begegnen, mit ihnen in Resonanz zu kommen und sie nicht als Objekt der Veränderung zu betrachten. Dies ist entscheidende Grundvoraussetzung für eine Behandlung, in der Kinder nicht nur ihre Defizite oder Störungen überwinden, sondern ihre Potenziale entfalten können. In diesem Seminar wird anhand von praktischen Beispielen genauer beleuchtet, wie positive, prospektive Lösungsansätze entwickelt werden können und vermittelt einen Überblick über die wesentlichen Störungsbilder im Kinder-, Jugend- und Familienpsychologischen Bereich.

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Beschreibung

Die Behandlung von Kindern, Jugendlichen und ihren Familiensystemen braucht die Fertigkeit eben diesen zu begegnen, mit ihnen in Resonanz zu kommen und sie nicht als Objekt der Veränderung zu betrachten. Dies ist entscheidende Grundvoraussetzung für eine Behandlung, in der Kinder nicht nur ihre Defizite oder Störungen überwinden, sondern ihre Potenziale entfalten können. Dabei kommt zu aller erst der Wiederherstellung der alltäglichen Handlungsfähigkeit große Bedeutung zu, um darauf zukunftsorientierte Lösungs- und Entwicklungsmodelle aufzubauen. In diesem Rahmen werden dann auch entwicklungshinderliche Symptome behandelt, sofern diese nicht schon durch das lösungsorientierte Vorgehen dekonstruiert werden, (vgl. De Shazer, 1998).

An Hand vieler praktischer Beispiele wird genauer beleuchtet, wie solch ein positiver, prospektiver Lösungsansatz entwickelt werden kann und dieser dann wiederum auch mit anderen Behandlungsansätzen verglichen. Besondere Bedeutung wird in diesem Modul auch auf die Gruppenarbeit (z.B. Eltern-Kind-Gruppe, Jugendgruppe) für erfolgreiche Behandlung und gelingende Entwicklung gelegt (vgl. Yalom, 2019; Döpfner, Schürmann & Frölich, 2002; Petermann & Petermann, 2001, 2003) und eben diese Gruppenformen auch kurz vorgestellt.

Daneben gibt es in diesem Modul einen Überblick über die wesentlichen Störungsbilder im Kinder-, Jugend- und Familienpsychologischen Bereich, wobei die wesentlichen Klassifikationssysteme gegenübergestellt werden (ICD 10 und 11, DMS 4 und 5). Eingebracht und diskutiert wird hier wiederum (vgl. Diagnostikmodule) die Auffassung, dass Störungen inadäquate Lösungsversuche zur Erfüllung psychologischer Grundbedürfnisse (Zugehörigkeit, Autonomie, Erfolg; vgl. Deci & Ryan, 2013) sind.

 

Einsatz und Effizienz folgender Behandlungsmöglichkeiten werden vermittelt und für die jeweiligen Anwendungsbereiche kritisch hinterfragt:

  • Spieltherapie, Zeichnen und Malen
  • Achtsamkeits- und Genusstrainings
  • Lösungsorientierte Ansätze (vgl. Steiner & Kim Berg, 2005; De Shazer, 1998)
  • Positiv Psychologische und Prospektive Therapieansätze (vgl. Seligman & Peterson, 2004; Seligman, 2012; Seligman, Railton, Baumeister & Sripada, 2016; Rashid & Seligman, 2018; Streit, 2014)
  • Provokative Therapie (vgl. Farrelly & Brandsma, 1986)
  • Entspannungsverfahren
  • Bio- und Neurofeedback
  • Phantasiereisen, Märchen und Narrativ
  • Tiergestützte Therapie
  • v.m.

Diese Veranstaltung ist Teil des Weiterbildungscurriculums Kinder-, Jugend- und Familienpsychologie der Akademie für Kind, Jugend und Familie. Eine Übersicht des Curriculums und der Fachbereiche finden Sie hier.

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